Am 6. März war es noch eine Ankündigung in der „Sächsischen
Zeitung“…
…“Nossener Verein startet am Donnerstag zwei Kurse“ …
…inzwischen wird eifrig gelernt! Und das mit Begeisterung! Am Donnerstag, dem 8. März 2012, startete unser Verein im
Haus des Deutschen Kinderschutzbundes in Nossen ein neues, großes Projekt. Ein
Kurs für Englisch und ein Computerkurs, jeweils für Einsteiger, werden angeboten.
Für eine gute und schnelle
Kommunikation zwischen den beiden „Brückenpfeilern“ unseres Vereines
gibt es zwei wichtige Voraussetzungen: Den Computer und die englische Sprache.
In Tansania ist die Landessprache Kishuaheli, für uns nicht ganz leicht, aber
es wird auch Englisch gelehrt und gesprochen.
So haben wir uns das Ziel gesetzt, uns in beiden Richtungen
weiterzubilden - und wir bieten das auch den Interessenten in der Region
an, unabhängig von der Vereinszugehörigkeit. Besonders sollten sich auch die
Senioren angesprochen fühlen, die Kurse finden vormittags statt. Die
Anmeldungen zu den Kursen zeigen uns, dass das Angebot gut angenommen wurde.
Der Kursbeginn wurde
am Donnerstag als ein Höhepunkt in der Vereinstätigkeit mit einer kleinen Feier
gewürdigt; mit einem Glas Sekt und einem
kleinen Imbiss.
Das wurde von 3 Vereinsmitgliedern gesponsert. Ein
herzlicher Dank geht auch an die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes in Nossen
für ihre Gastfreundschaft.
Wir wünschen allen Kursteilnehmern Spaß und Erfolg beim
Lernen und freuen uns
über
weitere Anmeldungen, denn es gibt auch weitere „Auflagen“ der Kurse.
Nossener Verein startet zwei Kurse
Der Nossener Verein „Brückenschlag Sachsen-Tansania“ startet
am kommenden Donnerstag (08.03.) im Kinder- und Jugendhaus „Domizil“ einen Kurs für
Englisch und einen Computerkurs für Anfänger. Diese sind vor allem für ältere
Bürger gedacht. Der Verein hat fünf Computerarbeitsplätze zum Üben
eingerichtet.
Einige wenige Plätze für diese Kurse sind noch verfügbar (Kontakt:
Hans-Christoph Scholtyssek, 035242/67865). Die Kursgebühren sind für beide
Lehrgangstypen gleich. Sie betragen für 30 Doppelstunden im Wochentakt ohne
Lehrmaterial 165Euro. Dieses kostet noch etwa 30 Euro. (SZ)
Dienstag, 6. März 2012
(Sächsische Zeitung)
Donnerstag, 16. Februar
2012
(Sächsische Zeitung)
NOSSEN
Nossener spenden für Afrika Der Nossener Verein „Brückenschlag“ startet ein weiteres Projekt. Bürger
geben Geld und stellen auch Nähmaschinen bereit.
Mitte dieses Jahres will der Nossener Hans-Christoph
Scholtyssek wieder nach Afrika reisen. Das neue Projekt des Vereins
„Brückenschlag Sachsen – Tansania“ soll starten. Im Dorf Mhongozi, das über
1200 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam entfernt liegt, will
der Nossener Verein mehrere neue Schulzimmer errichten. „Zuerst geht es um den
Bau von Toiletten, dann sind zunächst zwei Klassenzimmer vorgesehen“, sagt der
66-jährige Vereinsvorsitzende. Die Verhältnisse in Mhongozi seien erbärmlich:
Es gibt sechs Räume für sieben Klassen mit über 520 Schülern.
An die 2500 Euro hat der Verein schon durch Spenden von Bürgern, Betrieben und
Gemeinschaften aufgebracht. Knapp 4000Euro braucht er aber, um eine
Kofinanzierung des Vorhabens durch die Deutsche Gesellschaft für internationale
Zusammenarbeit (GIZ) zu erhalten. Auf knapp 40000Euro werden die Baukosten für
die acht neuen Klassenräume und die Sanierung der bestehenden sechs geschätzt.
Auch mit Benefizkonzerten will der Verein – über 20 Mitglieder gehören ihm an –
das noch fehlende Geld aufbringen. Dazu wird ein brasilianischer Solotrompeter
im Mai auf mehreren Veranstaltungen in der Region auftreten.
Ein weiterer Container mit Hilfsgütern des Vereins soll voraussichtlich Ende
des Jahres nach Tansania auf die Reise gehen. „Wir haben von den
Elblandkliniken Binden, Spritzen und weitere Materialien erhalten. Diese sind
für das Krankenhaus Litembo in der Region Mbinga bestimmt“, so Scholtyssek.
Auch die „Nähmaschinen-Aktion“ des Vereins sei erfolgreich gewesen. Bürger und
Unternehmen stellten bereits zwölf Tretnähmaschinen zur Verfügung. Weitere
sechs werden erwartet. Die Firma Sachse aus Großschirma hatte sich für das
Projekt engagiert und kostenlos Wartung und Reparatur dieser Nähmaschinen
übernommen.
Mit dem Container werden auch diese Nähmaschinen nach Tansania geschickt. Die
afrikanische Vereinigung „Woda“, die sich um Aids-Kranke und Hinterbliebene
kümmert, will damit Mädchen eine Ausbildung ermöglichen. „Die jungen Leute
sollen später mit den Nähmaschinen Bekleidung herstellen“, bemerkt Scholtyssek.
Im März 2012 will der Verein eine weitere Initiative starten – es sollen
Lehrgänge für Computer und Englisch veranstaltet werden. Dieter Hanke
Am 01.09.2011 im Amtsblatt der Stadt Nossen gefunden
In der Zeit von 13.04. bis 25. 05.2011 hielt ich mich wieder in Tanzania
auf, um unsere Vereinsprojekte zu besichtigen und für deren Fortgang zu
sorgen. Aber wie dass so in Afrika ist: Ein Problem glaubt man gelöst zu haben,
gleich zehn neue stehen da und warten auf die „helfende Hand": So bin ich
am Ostersamstag zu einer Vereinigung eingeladen worden, die sich WODA nennt
(Widows and Orphans Dev. Association, einer großartigen Initiative, die sich
aus betroffen Hinterbliebenen der fürchterlichen Aidsseuche gebildet hat,
hinterbliebene Witwen und Witwer, die ihre Partner verloren haben und sich nun
um die Kinder kümmern, die ihre Eltern durch die Seuche verloren haben.
Diese Initiative findet aber wenig Außenanerkennung,
weil man hier das Problem, sowohl privat als auch staatlicherseits versucht zu
ta-buisieren. So bekommt die Vereinigung wenig Unterstützung. Diese Hilfe wäre
aber dringend notwendig, weil ihnen dadurch die Möglichkeit gegeben wird sich
selbst zu helfen und die Waisenkinder aufzunehmen, um für sie zu sorgen. Hier
böte ein konkrete Hilfsmöglichkeit an sich, indem man Patenschaften für diese
Waisenkinder und deren schulische und berufliche Ausbildung übernehmen könnte.
Der Vorteil wäre, dass man mit diesen Kindern auch in persönlichen Kontakt
treten könnte, wenn man dies sich wünscht.
Ich habe gesehen, dass sie zum Beispiel mit einfachen
Nähmaschinen, jungen Mädchen das Schneiderhandwerk lehren, um Kleidung
herzustellen, und sich dadurch einen kleinen Verdienst zu erwirtschaften.
Leider ist der „Maschinenpark" zum Teil so kaputt, dass sie dringend
gebrauchte Nähmaschinen mit Fußantritt (keine elektrisch betriebene)
benötigen. Es werden also gut erhaltene Nähmaschinen gesucht und wer da helfen
kann, sollte sich dringend bei mir melden. Einem ersten Aufruf in der
Sächsischen Zeitung für Nossen und Umgebung erbrachte schon fünf guterhaltene
Maschinen, die uns Herr Sörgel von der Fa. Sachse aufarbeiten wird, um sie
einsatzfähig zu machen.
Das gleiche betrifft eine Werkstatt für Holzbearbeitung, in der
Jugendlichen das Schreinerhandwerk erlernen sollen, um für die Vereini-
gung Geld zu verdienen. Auch diese brauchen dringend
Maschinen zur Holzbearbeitung. Wer also so etwas übrig hat und spenden will,
kann sich gern bei mir melden. (Tel: 67865; Mobil: 0171 1527646)
Dank einiger privaten Spenden aus dem Verein, konnte ich bei dieser
Veranstaltung in Mbinga 300.000 THS für dringend notwendige Anschaffungen
übergeben. Herzlich bedankten sich diese Menschen - es waren ca. 200 Personen
- für diese wohlwollende Geste. Mich hat dieser Nachmittag tief beeindruckt,
was diese leidenden Menschen mit den wenigen Mitteln machen und wie sie damit
wiederum andere Menschen selbstlos unterstützen.
Hans-Christoph Scholtyssek Brückenschlag Sachsen
Tanzania e. V.
Donnerstag, 7. Juli
2011
(Sächsische Zeitung)
NOSSEN
Neue Klassenräume für ein Dorf in Afrika Der Nossener Hans-Christoph Scholtyssek gönnt sich keine
Ruhe: Jetzt wurde er in der Muldestadt zum Friedensrichter gewählt, und als
1.Vorsitzender des Vereins „Brückenschlag Sachsen – Tansania“ peilt er neue
Ziele an. Vor wenigen Wochen ist der 65-Jährige erst aus Afrika zurückgekehrt,
wo er sich um die laufenden und um neue Vorhaben kümmerte. „Die Computerschule
im Dorf Mbinga ist eingerichtet“, so der Nossener. Mit Hilfe des Landkreises
Meißen, der Berufsschulzentren Radebeul und Meißen sowie durch weitere Spender
gibt es jetzt dort vier Klassenräume mit je 25 bis 30 Computerarbeitsplätzen.
„Auch die Computerwerkstatt ist in Betrieb“, sagt Scholtyssek, der allen
Beteiligten dankt.
Mit den staatlichen Behörden in der Region Mbinga hat er jetzt ein neues
Projekt vorbereitet. Eine über 30 Jahre alte Volksschule in dem Dorf Mhongozi,
das über 1200 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam entfernt
liegt, soll saniert werden. „Die Zustände dort sind erbärmlich. Es gibt sechs
Räume für sieben Klassen mit über 520 Schülern.
90Mädchen und Jungen lernen in einem Raum. Die Zimmer sind völlig verschlissen,
die Sanitäreinrichtungen ebenfalls. Die Wandtafeln in den Klassenräumen werden
mit Farbe an die Wand gemalt. Doch diese ist völlig abgeblättert“, sagt
Scholtyssek. Zunächst soll ein neuer Klassenraum gebaut werden, dann sind die
anderen Zimmer an der Reihe.
36000 Euro an Baukosten
Der Verein hat jetzt auf seiner kürzlichen Mitgliederversammlung die
Finanzierung des Projekts auf den Weg gebracht. Auf 36000Euro werden die
Baukosten geschätzt. Die deutsche Gesellschaft für internationale
Zusammenarbeit (GIZ) trägt davon 75Prozent. Der Verein muss zehn Prozent der
Gelder aufbringen, den Rest die tansanischen Partner. „Durch Spenden und
Aktionen wollen wir unseren Betrag zusammenbekommen“, bemerkt der Vereinsvorsitzende,
der da weiter auf die engagierte Unterstützung der Bürger aus dem Landkreis
Meißen und auch vom Partnerkindergarten „Buddelflink“ in Dresden hofft.
Auch der afrikanischen Vereinigung „Woda“ soll geholfen werden. Das ist eine
Initiative, die sich um Aids-Betroffene und Hinterbliebene kümmert. „Wir wollen
ein Partnerschaftsprojekt in Gang setzen“, so Scholtyssek. Es würden
finanzielle Mittel fehlen, um Kindern nach der Volksschule den Besuch
weiterführender Einrichtungen zu ermöglichen“, sagt der Nossener. Ihm schwebt
deshalb vor, Patenschaften ins Leben zu rufen. Deutsche Bürger könnten mit
einem monatlichen Betrag von etwa 10 bis 15 Euro einem Kind jährlich den
Schulbesuch gewährleisten.
Fahrräder für Erzieher
Ferner wird sich der Verein bemühen, um gebrauchte Nähmaschinen und Anlagen und
Geräte zur Holzbearbeitung zu erhalten. „Die Mädchen könnten dann ausgebildet
werden, um Kleidung herzustellen. Für die Jungen wäre das Schreinerhandwerk
denkbar“, sagt der Vereinsvorsitzende. Auch hier rechnet er mit der
Unterstützung von Handwerkern aus dem Kreis.
Über eine Sache hat sich Scholtyssek besonders gefreut. Der Kindergarten
„Buddelflink“ brachte das Geld für fünf Fahrräder auf, mit denen jetzt Erzieher
einer gleichgelagerten Einrichtung in Mbinga zur Arbeit fahren.
Dieter Hanke
Spenden können überwiesen werden an den Verein „Brückenschlag Sachsen –
Tansania“, Sparkasse Meißen, Bankleitzahl 85055000, Kontonummer3100008722.
.
Samstag, 19. Februar
2011
(Sächsische Zeitung)
SAULTITZ: Hilfsgüter aus Saultitz endlich in Afrika
Nach sieben Monaten traf die Fracht im tansanischen Dorf Mbinga ein. Der
Zoll in der Hauptstadt Daressalam hatte die Fracht blockiert.
Der Saultitzer Hans-Christoph Scholtyssek, 1.Vorsitzender
des Vereins „Brückenschlag Sachsen – Tansania“, freut sich riesig: „Unsere
Hilfsgüter sind endlich am Bestimmungsort in der Region Mbinga angekommen und
verteilt.“
Spenden aus dem Landkreis
Vor sieben Monaten war ein voller Container auf dem Seeweg nach Daressalam, der
Hauptstadt Tansanias, gegangen. Computer, Drucker, Scanner und weiteres Zubehör
für 120 Computerarbeitsplätze sowie Spielzeug, Schulsachen und medizinische
Geräte und Hilfsmittel wie Pflegebetten, Matratzen, Spritzen und Verbandszeug
befanden sich darin. Es waren Spenden von Bürgern, Betrieben und Einrichtungen
des Landkreises. In der Region Mbinga – 1200 Kilometer südwestlich der
Hauptstadt – sollen damit eine Computerschule sowie das Krankenhaus Litembo
ausgestattet werden.
Scholtyssek: „Es herrscht große Freude bei den Tansaniern über die Sachen.
Besonders auch die Kinder sind begeistert von dem Spielzeug und den
Plüschtieren, den Heften und Federmappen.“ Philipp Merz, der in Mbinga ein
freiwilliges soziales Jahr absolviert und beim Aufbau der Computerschule mit
hilft, koordinierte die Verteilung der Spenden an Ort und Stelle. Seit mehreren
Monaten lag die Hilfssendung in der tansanischen Hauptstadt fest. Die
Zollbehörden hatten keine Freigabe erteilt. Ursache war bürokratisches
Wirrwarr. Denn die deutsche Hilfssendung ist zwar zollfrei, doch das
tansanische Finanzministerium muss erst eine interne Verrechnung der Fracht an
die dortige Zollbehörde vornehmen. Dem Ministerium fehlte bislang offenbar das Geld
dafür.
Hilfe für Krankenhaus
„Wir lassen uns dadurch nicht entmutigen. Unsere Hilfe geht weiter. Besonders
dem Krankenhaus in Litembo wollen wir zur Seite stehen“, sagt Scholtyssek. Er
dankt dem Kreis, der Stadt und der Sparkasse Meißen, die den Transport erst
ermöglichten. Dieter Hanke
Dienstag, 4. Januar
2011
(Sächsische Zeitung)
Fast 300 Euro für eine Schule in Tansania gespendetSaultitz Der Verein
„Brückenschlag Sachsen–Tansania“ mit Sitz in Saultitz in der Gemeinde
Ketzerbachtal spendet fast 300 Euro für ein neues Hilfsprojekt in Tansania. Das
ist der Erlös der Weihnachtstombola, die die Saultitzer Gemeinschaft mit
Helfern wie der Jugendfeuerwehr Nossen und katholischen Jugendlichen
veranstaltet hat.
Wie der 1.Vorsitzende des Vereins, Hans-Christoph Scholtyssek, mitteilte, soll
das Geld für die Sanierung der Schule in dem Dorf Mhongozi, das über 1200
Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam liegt, verwendet werden.
Dort würde es nur sechs Klassenräume in Baracken für 540Kinder geben. Strom
sein keiner vorhanden.
Das Trinkwasser müsse aus entfernten Quellen herangeschafft werden. (SZ/DH)
Freitag, 31. Dezember
2010
(Sächsische Zeitung)
Hilfsgüter aus Saultitz liegen noch in Daressalam fest Der Saultitzer
Hans-Christoph Scholtyssek, 1.Vorsitzender des Vereins „Brückenschlag Sachsen
-Tansania“, ist traurig: „Unsere Hilfssendung ist noch nicht in der Region
Mbinga angekommen.“
Im Juni dieses Jahres war ein voller Container auf dem Seeweg nach Daressalam,
der Hauptstadt Tansanias, gegangen. Computer, Drucker, Scanner und weiteres
Zubehör für 120 Computerarbeitsplätze, Spielzeug, Schulsachen sowie
medizinische Geräte und Hilfsmittel befanden sich darin. Sie waren von Bürgern
und Unternehmen aus dem Landkreis Meißen für das ostafrikanische Land gespendet
worden. In der Region Mbinga –1200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt –
sollten damit eine Computerschule sowie das Krankenhaus Litembo ausgestattet
werden.
Doch seit Monaten liegt die Hilfssendung aus Saultitz in der Hauptstadt fest.
Die Zollbehörden haben noch keine Freigabe erteilt. Ursache ist bürokratischer
Wirrwarr. Denn die Hilfssendung ist zwar zollfrei. Doch bevor diese mit dem Lkw
nach Mbinga befördert werden kann, „muss erst das tansanische Finanzministerium
eine interne Verrechnung der Fracht an die dortige Zollbehörde vornehmen.
Offenbar fehlt dem Ministerium das Geld dafür“, sagt Scholtyssek. Der
Vereinsvorsitzende will sich jetzt an die Caritas International wenden, die
sich um die Weiterleitung der Fracht kümmert.
In der Region Mbinga wird die Sendung dringend erwartet. Das Krankenhaus in
Litembo mit 320 Betten, das für eine halbe Million Tansanier zuständig ist,
erhält vom Staat keine regelmäßige Förderung. Viele Anlagen in der Klinik sind
verschlissen, das Personal ist unterbezahlt. Die Pflegebetten, Matratzen und
Geräte aus Saultitz werden sehr gebraucht.
Raphael Ndunguru ist Verwaltungsleiter der Klinik. Zugleich ist der 39-Jährige,
der fließend Deutsch spricht, auch Priester in der Diözese. Im Vorjahr weilte
Raphael für einige Wochen in Nossen und hatte die Vertretung im katholischen
Pfarramt übernommen. In einem Brief wendet er sich jetzt an die Bürger des Landkreises
Meißen, ihm zu helfen. Der Priester: „Unser dringendstes Problem ist die
Versorgung unserer Patienten mit Medizin. Die Patienten zahlen für Spritzen,
Infusionen und Tabletten. Sehr viele sind aber nicht in der Lage, den gesamten
Betrag zu zahlen, und eine große Anzahl von Patienten kann überhaupt nicht
zahlen. Da wir ein christlich geführtes Haus sind, wollen wir niemanden
unbehandelt wieder wegschicken.“
Raphael Ndunguru bittet um Spenden für das Hospital. Diese sollten auf das
Konto des Vereins „Brückenschlag Sachsen-Tansania überwiesen werden. Dieter
Hanke
Spenden für das Krankenhaus in Litembo:
Verein Brückenschlag Sachsen-Tansania, Bankverbindung: Sparkasse Meißen;
Kontonummer: 3100008722; Bankleitzahl: 85055000; Stichwort: Medizin für Litembo
Hospital. Eine Spendenquittung wird der Verein ausstellen.
Gefunden in der Sächsischen Zeitung am Mittwoch, 27. Oktober
2010
Saultitzer besucht neue Schule in Tansania Der Verein Brückenschlag baute in Mbinga eine
Computer-Werkstatt auf. Der Saultitzer Hans-Christoph Scholtyssek ist am Montag aus
Afrika zurückgekehrt. Sieben Wochen weilte der 1.Vorsitzende des Vereins
"Brückenschlag Sachsen-Tansania" im Verwaltungsbezirk Mbinga, 1200
Kilometer südwestlich der Hauptstadt Daressalam. "Wir haben vieles in die
Wege geleitet", sagt der 65-Jährige, der in dem ostafrikanischen Land auch
seinen Geburtstag gefeiert hatte.
So sind in der neuen Grundschule in Mbinga, die von derJugendfeuerwehr
Sachsenüber Spenden finanziert
wird, zwei Klassenräume fertig, wo schon der Unterricht erfolgt. "Vier
Klassenzimmer sind im Rohbau-Stadium", sagt Scholtyssek. Er hofft, dass
bis zum neuen Schuljahr am 4. Januar ein weiteres Zimmer übergeben werden kann.
Gemeinsam mit dem Würzburger Philipp Merz, der jetzt für ein
Jahr an der vom Verein eingerichteten Computerschule einen neuen Kurs für 44
Afrikaner im Alter von 16 bis 24 Jahren leiten wird, baute der Saultitzer eine
Computer-Werkstatt auf. "Wir haben fünf Arbeitsplätze geschaffen. Wir
wollen den Schülern auch das technische Verständnis für die Anlagen vermitteln
und dass auch kleinere Reparaturen selbst ausgeführt werden können", sagt
der Saultitzer.
Der 65-Jährige hat schon neue Ideen für weitere
Hilfsprojekte. In dem Dorf Mhongozi - 40 Kilometer von Mbinga entfernt - sind
die Lebens- und Schulverhältnisse schwierig. "Es gibt nur sechs
Klassenräume in Baracken für 540 Kinder", sagt er. Strom sei keiner
vorhanden, das Trinkwasser müsse aus drei bis fünf Kilometer entfernten Quellen
herantransportiert werden. "Wir denken auch an den Bau eines
Kindergartens", sagt er.
Betrüblich ist, dass der vom Verein mit Hilfsgütern beladene
Container, der im Juni auf die Reise geschickt wurde, zwar vor Wochen in
Daressalam eingetroffen ist, aber von der Regierung noch nicht freigegeben
wurde. "Die Hilfslieferung ist zollfrei. Doch es müsse erst noch eine
interne Verrechnung des tansanischen Finanzministeriums an die dortige
Zollbehörde erfolgen. Das ist noch nicht geschehen", so der Saultitzer.
Philipp Merz wird sich jetzt um die Fracht kümmern.
Mit viel Engagement hatte der Verein Brückenschlag
Ausrüstungen für 120 Computerarbeitsplätze für die Schule sowie fünf Nähmaschinen,
Pflegebetten, Matratzen und medizinische Hilfsmittel für das Krankenhaus in
Litembo bereitgestellt. Dieter Hanke
Der Saultitzer sprach bei seinem Aufenthalt in Mbinga auch
mit Schülern der zweiten Klasse in der neuen Grundschule. Foto: Merz
Gefunden in der Sächsischen Zeitung (Ausgabe Meißen) am Donnerstag, 26. August
2010
Piraten verzögern Ankunft der Nossener Hilfsgüter
Bereits Ende Juni hatte der Verein "Brückenschlag"
einen Container nach Tansania geschickt. Noch ist er nicht eingetroffen.
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Hans-Christoph Scholtyssek und Rosa packen Hilfsgüter ein.
Foto: C. Hübschmann
Die Ankunft des Containers mit Nossener Hilfsgütern war für
den 18. August in der tansanischen Hafenstadt Daressalam geplant. Doch die hohe
Gefahr, dass der Frachter von somalischen Piraten im Golf von Aden überfallen
werden könnte, hatte die Rotterdamer Reederei kurzfristig zu einer
Routenänderung veranlasst.
"Momentan liegt der Container in Südafrika, soll aber
am 6. September in Tansania eintreffen", sagt Hans-Christoph Scholtyssek.
Der erste Vorsitzende des Vereins "Brückenschlag" fügt hinzu:
"Er hat sicherlich die große Route über den Atlantik und den Indischen
Ozean genommen." Genaueres wisse er nicht. Die Reederei hält sich bedeckt
und gibt Details der Reise nicht bekannt. Die Route über den Suez-Kanal und das
Rote Meer ist zwar wesentlich kürzer. Häufige Frachterentführungen machen die
Seewege um das Horn von Afrika jedoch seit Jahren zu einem unsicheren Gebiet.
Der 64-Jährige Scholtyssek wird am kommenden Dienstag selbst
für acht Wochen in das südwesttansanische Mbinga reisen. Er will den Container
im Hafen von Daressalam in Empfang nehmen und bei der Einrichtung der geplanten
Computerschule und -werkstatt helfen. Der Saultitzer Verein
"Brückenschlag", der erst Anfang Mai 2010 gegründet worden war, hatte
Hilfsgüter im Wert von 24500 Euro gesammelt. Gebrauchte Rechner für 120
Computerarbeitsplätze, aber auch Drucker, Scanner und anderes Zubehör befinden
sich im Container. Außerdem sind medizinische Geräte, Medikamente und
Hilfsmittel geladen. Auch der Container selbst wird vor Ort verwertet. "Er
kann ausgebaut werden und als Lager oder Schulraum dienen. Unsere Schlosserei
wird ihn dort umarbeiten", sagt Scholtyssek.
Viele Sachspenden erhalten
"Die Spendenbereitschaft für Sachspenden ist sehr
hoch", so der freiwillige Helfer. Er sammelt weiterhin gebrauchte Computer
und Zubehör und ist dankbar über die Hilfsbereitschaft der Nossener. "Aber
ich nehme nicht jeden Schrott". Seit Verschickung des ersten
Hilfscontainers Mitte Juni sind etliche Schnellkopierer, PCs und Datenkabel gespendet
worden. Um auch die Bargeldspenden anzukurbeln, wird sich der Verein mit einer
dreitägigen Tombola am Nossener Stadtfest beteiligen. Sechs Jugendliche aus den
katholischen Pfarrgemeinden werden Lose für 50 Cent verkaufen. Die Gewinne kann
man im Büro des ehemaligen Tourismusvereins in der Waldheimer Straße 19
abholen. Dort werden auch Broschüren und Handzettel über Tansania und die
Arbeit des Vereins ausliegen.
Das ostafrikanischen Land gehört zu den ärmsten der Erde.
Die Tansanier müssen von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben. Krankheiten
wie Malaria und Aids sind weit verbreitet.
Susanne Plecher
Hans-Christoph Scholtyssek und Rosa packen Hilfsgüter ein.
Foto: C. Hübschmann
Dresdner Kindergarten spendete Spielsachen
Verein Brückenschlag e.V. sendet Hilfsgüter nach Afrika
Gerade erst hat sich der Verein „Brückenschlag Sachsen
-Tanzania e.V." gegründet, schon startet der Verein in
dieser Woche sein erstes eigenständiges Projekt: Ein Container mit einem
Ladevolumen von 32 Kubikmetern wird von Nossen aus auf die Reise nach Tanzania
geschickt. Bereits letzten Mittwoch wurde der Container aufgestellt.
Seither wurde eingepackt. Der Inhalt wurde teilweise aus Sachspenden des
Landkreises Meißen, der Städte Meißen und Nossen zusammengetragen. Viele
Privatpersonen aus dem Sachsenland haben über viele Wochen
Computerarbeitsplätze und PC-Komponenten gespendet, um mitzuhelfen, die neu
erbaute Computerschule in Mbinga auszustatten.
Der Verein hat sich in seiner Satzung entschieden, die Bildungsarbeit in der
Region Mbinga zu stärken, weil dies die beste Entwicklungshilfe für die
Zukunft Afrikas sei. Entsprechend wurden über 120 komplette
Computerarbeitsplätze, Drucker, Scanner und wichtige Computerbauteile
verladen. Für die Kinder in Mbinga wurden Plüschtiere eingepackt, die von
der Jugendfeuerwehr Sachsen und Bürgern gespendet wurden. Der
Kindergarten „Buddelflink" in Dresden hat mit dem Kindergarten in Mbinga
seit drei Jahre regen Kontakt. So trugen die Kindergartenkinder eifrig
Spielzeuge, Kinderkleidung, Schulsachen und Geschenke für ihre afrikanischen
Freunde zusammen und übergaben dem Vereinsvorsitzenden Hans-Christoph
Scholtyssek Ende Mai ihre Spenden.
In dem Container werden auch medizinische Geräte verpackt, die aus
Arztpraxen und Krankenhäusern zur Verfügung gestellt wurden. Medikamente und
Aufbaumittel, die von Ärzten, Apothekern und Bürgern gespendet wurden, werden
im Container sein, außerdem Rollstühle, Gehhilfen und
Ausstattungsgegenstände von Matratzen bis hin zu einem Pflegebett für das
Krankenhaus Litembo, dem einzigen Krankenhaus der Region für ca. ein halbe
Million Menschen.
Zur Finanzierung des Containerversands bittet der Verein um Spenden:
Sparkasse Meißen, BLZ 850 550 00, Konto-Nummer: 3100008722, Stichwort:
„Container für Mbinga".
Nossen, 02.06.10
Sachsen gründen Hilfsverein für Tansania am 7. Mai 2010 in Nossen:
Ein Verein namens „Brückenschlag Sachsen - Tanzania e.V." zur Unterstützung der Bildungsarbeit und des Gesundheitswesen in der Region Mbinga im Südwesten der Republik Tansania hat sich am 7. Mai in Nossen gegründet. Die ursprünglich private Initiative "Tansania-Hilfe Nossen" von Hans-Christoph Scholtyssek, Ulrich Tautz und Barbara Tippmann wurde damit in einen Verein überführt.
Der Verein verfolgt die Ziele, Bildung und Gesundheit in Tanzania verbessern zu helfen. "Es gilt, diese Probleme zumindest in der Region Mbinga zu lindern", so Gründungsmitglied Hans-Christoph Scholtyssek. Der Verein verstehe sich dabei nicht als „Belehrer" deutscher Bildungspolitik, sondern als ein auch Lernender der afrikanischen Kultur und Sitten, die bewahrt und gefördert werden müssten. "Diese Gegenseitigkeit macht es erst möglich, streng nach dem Prinzip der Subsidiarität die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird und dafür zu sorgen, dass sie zur Selbsthilfe für bessere Chancen in Schule, Beruf und Lehre werden", so der erste Vereinsvorsitzende Scholtyssek. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen stehe bei diesen Bemühungen stets im Mittelpunkt. So seien Bildung und Gesundheit die Schüssel für die Entwicklung und Zukunft des Landes.
So habe Tanzania ein Bruttoinlandprodukt von unter 300 Dollar pro Person jährlich. Sie müssten also mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Zum Vergleich - in Deutschland liege das BIP bei 25.000 Dollar pro Person jährlich. "Wir dürfen die fröhlichen und liebenswerten Menschen nicht allein lassen, die sich die Freude an ihrem Leben, trotz aller Not und Armut, nicht nehmen lassen", sagt der engagierte Christ Scholtyssek. "Sie sind noch dann gastfreundlich mit dem Wenigen, was sie haben und teilen das Wasser und ihre Nahrung mit jedem Fremden auch dann noch wenn sie selbst verzichten müssen." Einige der Initiatoren hätten diesen „seelischen Reichtum" vor Ort bereits erfahren. "Ich sage kein Geheimnis; die Begegnung mit diesen Menschen, deren Offenheit und tief empfundene Dankbarkeit macht nicht nur glücklich sondern auch reich und 'süchtig'."
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gestellt, umfassende Unterstützung in Form von materieller, logistischer und personeller Art auf den Gebieten des Bildungswesen und der Volksgesundheit zu organisieren sowie Starthilfen und Anleitungen zu geben. "Das wird noch viele Jahre brauchen, aber je mehr Menschen sich an den Hilfen beteiligen, umso schneller und effizienter werden sich die Afrikaner ihre Zukunft mit den Hilfe aus Deutschland und unserem Engagement aus Sachsen aufbauen", so Scholtyssek. Der Verein heisst nach dem Gründungsakt: „Brückenschlag Sachsen-Tanzania e.V."