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Am 6. März war es noch eine Ankündigung in der „Sächsischen Zeitung“…                     …“Nossener Verein startet am Donnerstag zwei Kurse“ … 
 …inzwischen wird eifrig gelernt!    Und das mit Begeisterung!
Am Donnerstag, dem 8. März 2012, startete unser Verein im Haus des Deutschen Kinderschutzbundes in Nossen ein neues, großes Projekt. Ein Kurs für Englisch und ein Computerkurs, jeweils für Einsteiger,  werden angeboten.   Für eine gute und schnelle  Kommunikation zwischen den beiden „Brückenpfeilern“ unseres Vereines gibt es zwei wichtige Voraussetzungen: Den Computer und die englische Sprache. In Tansania ist die Landessprache Kishuaheli, für uns nicht ganz leicht, aber es wird auch Englisch gelehrt und gesprochen.  So haben wir uns das Ziel gesetzt, uns in beiden  Richtungen  weiterzubilden - und wir bieten das auch den Interessenten in der Region an, unabhängig von der Vereinszugehörigkeit. Besonders sollten sich auch die Senioren angesprochen fühlen, die Kurse finden vormittags statt. Die Anmeldungen zu den Kursen zeigen uns, dass das Angebot gut angenommen wurde.   Der Kursbeginn  wurde am Donnerstag als ein Höhepunkt in der Vereinstätigkeit mit einer kleinen Feier gewürdigt; mit einem Glas Sekt  und einem kleinen Imbiss. Das wurde von 3 Vereinsmitgliedern gesponsert. Ein herzlicher Dank geht auch an die Mitarbeiter des Kinderschutzbundes in Nossen für ihre Gastfreundschaft.   Wir wünschen allen Kursteilnehmern Spaß und Erfolg beim Lernen und freuen uns über weitere Anmeldungen, denn es gibt auch weitere „Auflagen“ der Kurse.      



Nossener Verein startet zwei Kurse

Der Nossener Verein „Brückenschlag Sachsen-Tansania“ startet am kommenden Donnerstag (08.03.) im Kinder- und Jugendhaus „Domizil“ einen Kurs für Englisch und einen Computerkurs für Anfänger. Diese sind vor allem für ältere Bürger gedacht. Der Verein hat fünf Computerarbeitsplätze zum Üben eingerichtet.

Einige wenige Plätze für diese Kurse sind noch verfügbar
(Kontakt: Hans-Christoph Scholtyssek, 035242/67865).
Die Kursgebühren sind für beide Lehrgangstypen gleich.
Sie betragen für 30 Doppelstunden im Wochentakt ohne Lehrmaterial 165Euro.
Dieses kostet noch etwa 30 Euro. (SZ)

Dienstag, 6. März 2012
(Sächsische Zeitung)

Donnerstag, 16. Februar 2012
(Sächsische Zeitung)
NOSSEN   Nossener spenden für Afrika
Der Nossener Verein „Brückenschlag“ startet ein weiteres Projekt. Bürger geben Geld und stellen auch Nähmaschinen bereit. Mitte dieses Jahres will der Nossener Hans-Christoph Scholtyssek wieder nach Afrika reisen. Das neue Projekt des Vereins „Brückenschlag Sachsen – Tansania“ soll starten. Im Dorf Mhongozi, das über 1200 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam entfernt liegt, will der Nossener Verein mehrere neue Schulzimmer errichten. „Zuerst geht es um den Bau von Toiletten, dann sind zunächst zwei Klassenzimmer vorgesehen“, sagt der 66-jährige Vereinsvorsitzende. Die Verhältnisse in Mhongozi seien erbärmlich: Es gibt sechs Räume für sieben Klassen mit über 520 Schülern.

An die 2500 Euro hat der Verein schon durch Spenden von Bürgern, Betrieben und Gemeinschaften aufgebracht. Knapp 4000Euro braucht er aber, um eine Kofinanzierung des Vorhabens durch die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu erhalten. Auf knapp 40000Euro werden die Baukosten für die acht neuen Klassenräume und die Sanierung der bestehenden sechs geschätzt.

Auch mit Benefizkonzerten will der Verein – über 20 Mitglieder gehören ihm an – das noch fehlende Geld aufbringen. Dazu wird ein brasilianischer Solotrompeter im Mai auf mehreren Veranstaltungen in der Region auftreten.

Ein weiterer Container mit Hilfsgütern des Vereins soll voraussichtlich Ende des Jahres nach Tansania auf die Reise gehen. „Wir haben von den Elblandkliniken Binden, Spritzen und weitere Materialien erhalten. Diese sind für das Krankenhaus Litembo in der Region Mbinga bestimmt“, so Scholtyssek.

Auch die „Nähmaschinen-Aktion“ des Vereins sei erfolgreich gewesen. Bürger und Unternehmen stellten bereits zwölf Tretnähmaschinen zur Verfügung. Weitere sechs werden erwartet. Die Firma Sachse aus Großschirma hatte sich für das Projekt engagiert und kostenlos Wartung und Reparatur dieser Nähmaschinen übernommen.

Mit dem Container werden auch diese Nähmaschinen nach Tansania geschickt. Die afrikanische Vereinigung „Woda“, die sich um Aids-Kranke und Hinterbliebene kümmert, will damit Mädchen eine Ausbildung ermöglichen. „Die jungen Leute sollen später mit den Nähmaschinen Bekleidung herstellen“, bemerkt Scholtyssek.

Im März 2012 will der Verein eine weitere Initiative starten – es sollen Lehrgänge für Computer und Englisch veranstaltet werden. Dieter Hanke

Kontakt: Hans-Christoph Scholtyssek, Talstraße4, 01683 Nossen, 035242 67865  

Am 01.09.2011 im Amtsblatt der Stadt Nossen gefunden


In der Zeit von 13.04. bis 25. 05.2011 hielt ich mich wieder in Tanzania auf, um unsere Vereins­projekte zu be­sichtigen und für deren Fortgang zu sorgen. Aber wie dass so in Afrika ist: Ein Problem glaubt man gelöst zu haben, gleich zehn neue stehen da und war­ten auf die „helfende Hand": So bin ich am Ostersamstag zu einer Vereinigung eingela­den worden, die sich WODA nennt (Widows and Orphans Dev. Association, einer großarti­gen Initiative, die sich aus betroffen Hin­terbliebenen der fürchterlichen Aidsseuche gebildet hat, hinterbliebene Witwen und Wit­wer, die ihre Partner verloren haben und sich nun um die Kinder kümmern, die ihre Eltern durch die Seuche verloren haben. Diese Initiative findet aber wenig Außenaner­kennung, weil man hier das Problem, sowohl privat als auch staatlicherseits versucht zu ta-buisieren. So bekommt die Vereinigung we­nig Unterstützung. Diese Hilfe wäre aber drin­gend notwendig, weil ihnen dadurch die Möglichkeit gegeben wird sich selbst zu hel­fen und die Waisenkinder aufzunehmen, um für sie zu sorgen. Hier böte ein konkrete Hilfs­möglichkeit an sich, indem man Patenschaf­ten für diese Waisenkinder und deren schuli­sche und berufliche Ausbildung übernehmen könnte. Der Vorteil wäre, dass man mit diesen Kindern auch in persönlichen Kontakt treten könnte, wenn man dies sich wünscht. Ich habe gesehen, dass sie zum Beispiel mit einfachen Nähmaschinen, jungen Mädchen das Schneiderhandwerk lehren, um Kleidung herzustellen, und sich dadurch einen kleinen Verdienst zu erwirtschaften. Leider ist der „Maschinenpark" zum Teil so kaputt, dass sie dringend gebrauchte Nähmaschinen mit Fuß­antritt (keine elektrisch betriebene) benötigen. Es werden also gut erhaltene Nähmaschinen gesucht und wer da helfen kann, sollte sich dringend bei mir melden. Einem ersten Aufruf in der Sächsischen Zeitung für Nossen und Umgebung erbrachte schon fünf guterhaltene Maschinen, die uns Herr Sörgel von der Fa. Sachse aufarbeiten wird, um sie einsatzfähig zu machen. Das gleiche betrifft eine Werkstatt für Holzbe­arbeitung, in der Jugendlichen das Schreiner­handwerk erlernen sollen, um für die Vereini- gung Geld zu verdienen. Auch diese brauchen dringend Maschinen zur Holzbearbeitung. Wer also so etwas übrig hat und spenden will, kann sich gern bei mir melden. (Tel: 67865; Mobil: 0171 1527646) Dank einiger privaten Spenden aus dem Ver­ein, konnte ich bei dieser Veranstaltung in Mbinga 300.000 THS für dringend notwendi­ge Anschaffungen übergeben. Herzlich be­dankten sich diese Menschen - es waren ca. 200 Personen - für diese wohlwollende Ge­ste. Mich hat dieser Nachmittag tief beein­druckt, was diese leidenden Menschen mit den wenigen Mitteln machen und wie sie da­mit wiederum andere Menschen selbstlos un­terstützen. Hans-Christoph Scholtyssek Brückenschlag Sachsen Tanzania e. V.


Donnerstag, 7. Juli 2011
(Sächsische Zeitung)
NOSSEN
Neue Klassenräume für ein Dorf in Afrika
Der Nossener Hans-Christoph Scholtyssek gönnt sich keine Ruhe: Jetzt wurde er in der Muldestadt zum Friedensrichter gewählt, und als 1.Vorsitzender des Vereins „Brückenschlag Sachsen – Tansania“ peilt er neue Ziele an. Vor wenigen Wochen ist der 65-Jährige erst aus Afrika zurückgekehrt, wo er sich um die laufenden und um neue Vorhaben kümmerte. „Die Computerschule im Dorf Mbinga ist eingerichtet“, so der Nossener. Mit Hilfe des Landkreises Meißen, der Berufsschulzentren Radebeul und Meißen sowie durch weitere Spender gibt es jetzt dort vier Klassenräume mit je 25 bis 30 Computerarbeitsplätzen. „Auch die Computerwerkstatt ist in Betrieb“, sagt Scholtyssek, der allen Beteiligten dankt.

Mit den staatlichen Behörden in der Region Mbinga hat er jetzt ein neues Projekt vorbereitet. Eine über 30 Jahre alte Volksschule in dem Dorf Mhongozi, das über 1200 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam entfernt liegt, soll saniert werden. „Die Zustände dort sind erbärmlich. Es gibt sechs Räume für sieben Klassen mit über 520 Schülern.

90Mädchen und Jungen lernen in einem Raum. Die Zimmer sind völlig verschlissen, die Sanitäreinrichtungen ebenfalls. Die Wandtafeln in den Klassenräumen werden mit Farbe an die Wand gemalt. Doch diese ist völlig abgeblättert“, sagt Scholtyssek. Zunächst soll ein neuer Klassenraum gebaut werden, dann sind die anderen Zimmer an der Reihe.

36000 Euro an Baukosten

Der Verein hat jetzt auf seiner kürzlichen Mitgliederversammlung die Finanzierung des Projekts auf den Weg gebracht. Auf 36000Euro werden die Baukosten geschätzt. Die deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) trägt davon 75Prozent. Der Verein muss zehn Prozent der Gelder aufbringen, den Rest die tansanischen Partner. „Durch Spenden und Aktionen wollen wir unseren Betrag zusammenbekommen“, bemerkt der Vereinsvorsitzende, der da weiter auf die engagierte Unterstützung der Bürger aus dem Landkreis Meißen und auch vom Partnerkindergarten „Buddelflink“ in Dresden hofft.

Auch der afrikanischen Vereinigung „Woda“ soll geholfen werden. Das ist eine Initiative, die sich um Aids-Betroffene und Hinterbliebene kümmert. „Wir wollen ein Partnerschaftsprojekt in Gang setzen“, so Scholtyssek. Es würden finanzielle Mittel fehlen, um Kindern nach der Volksschule den Besuch weiterführender Einrichtungen zu ermöglichen“, sagt der Nossener. Ihm schwebt deshalb vor, Patenschaften ins Leben zu rufen. Deutsche Bürger könnten mit einem monatlichen Betrag von etwa 10 bis 15 Euro einem Kind jährlich den Schulbesuch gewährleisten.

Fahrräder für Erzieher

Ferner wird sich der Verein bemühen, um gebrauchte Nähmaschinen und Anlagen und Geräte zur Holzbearbeitung zu erhalten. „Die Mädchen könnten dann ausgebildet werden, um Kleidung herzustellen. Für die Jungen wäre das Schreinerhandwerk denkbar“, sagt der Vereinsvorsitzende. Auch hier rechnet er mit der Unterstützung von Handwerkern aus dem Kreis.

Über eine Sache hat sich Scholtyssek besonders gefreut. Der Kindergarten „Buddelflink“ brachte das Geld für fünf Fahrräder auf, mit denen jetzt Erzieher einer gleichgelagerten Einrichtung in Mbinga zur Arbeit fahren.

 Dieter Hanke

Spenden können überwiesen werden an den Verein „Brückenschlag Sachsen – Tansania“, Sparkasse Meißen, Bankleitzahl 85055000, Kontonummer3100008722.





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Samstag, 19. Februar 2011
(Sächsische Zeitung)
SAULTITZ:
Hilfsgüter aus Saultitz endlich in Afrika

Nach sieben Monaten traf die Fracht im tansanischen Dorf Mbinga ein. Der Zoll in der Hauptstadt Daressalam hatte die Fracht blockiert. Der Saultitzer Hans-Christoph Scholtyssek, 1.Vorsitzender des Vereins „Brückenschlag Sachsen – Tansania“, freut sich riesig: „Unsere Hilfsgüter sind endlich am Bestimmungsort in der Region Mbinga angekommen und verteilt.“
Spenden aus dem Landkreis
Vor sieben Monaten war ein voller Container auf dem Seeweg nach Daressalam, der Hauptstadt Tansanias, gegangen. Computer, Drucker, Scanner und weiteres Zubehör für 120 Computerarbeitsplätze sowie Spielzeug, Schulsachen und medizinische Geräte und Hilfsmittel wie Pflegebetten, Matratzen, Spritzen und Verbandszeug befanden sich darin. Es waren Spenden von Bürgern, Betrieben und Einrichtungen des Landkreises. In der Region Mbinga – 1200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt – sollen damit eine Computerschule sowie das Krankenhaus Litembo ausgestattet werden.
Scholtyssek: „Es herrscht große Freude bei den Tansaniern über die Sachen. Besonders auch die Kinder sind begeistert von dem Spielzeug und den Plüschtieren, den Heften und Federmappen.“ Philipp Merz, der in Mbinga ein freiwilliges soziales Jahr absolviert und beim Aufbau der Computerschule mit hilft, koordinierte die Verteilung der Spenden an Ort und Stelle. Seit mehreren Monaten lag die Hilfssendung in der tansanischen Hauptstadt fest. Die Zollbehörden hatten keine Freigabe erteilt. Ursache war bürokratisches Wirrwarr. Denn die deutsche Hilfssendung ist zwar zollfrei, doch das tansanische Finanzministerium muss erst eine interne Verrechnung der Fracht an die dortige Zollbehörde vornehmen. Dem Ministerium fehlte bislang offenbar das Geld dafür.

Hilfe für Krankenhaus

„Wir lassen uns dadurch nicht entmutigen. Unsere Hilfe geht weiter. Besonders dem Krankenhaus in Litembo wollen wir zur Seite stehen“, sagt Scholtyssek. Er dankt dem Kreis, der Stadt und der Sparkasse Meißen, die den Transport erst ermöglichten. Dieter Hanke  

Dienstag, 4. Januar 2011
(Sächsische Zeitung)


Fast 300 Euro für eine Schule in Tansania gespendet   Saultitz
Der Verein „Brückenschlag Sachsen–Tansania“ mit Sitz in Saultitz in der Gemeinde Ketzerbachtal spendet fast 300 Euro für ein neues Hilfsprojekt in Tansania. Das ist der Erlös der Weihnachtstombola, die die Saultitzer Gemeinschaft mit Helfern wie der Jugendfeuerwehr Nossen und katholischen Jugendlichen veranstaltet hat.

Wie der 1.Vorsitzende des Vereins, Hans-Christoph Scholtyssek, mitteilte, soll das Geld für die Sanierung der Schule in dem Dorf Mhongozi, das über 1200 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Daressalam liegt, verwendet werden. Dort würde es nur sechs Klassenräume in Baracken für 540Kinder geben. Strom sein keiner vorhanden.

Das Trinkwasser müsse aus entfernten Quellen herangeschafft werden. (SZ/DH)



Freitag, 31. Dezember 2010
(Sächsische Zeitung)

 
Hilfsgüter aus Saultitz liegen noch in Daressalam fest   
Der Saultitzer Hans-Christoph Scholtyssek, 1.Vorsitzender des Vereins „Brückenschlag Sachsen -Tansania“, ist traurig: „Unsere Hilfssendung ist noch nicht in der Region Mbinga angekommen.“

Im Juni dieses Jahres war ein voller Container auf dem Seeweg nach Daressalam, der Hauptstadt Tansanias, gegangen. Computer, Drucker, Scanner und weiteres Zubehör für 120 Computerarbeitsplätze, Spielzeug, Schulsachen sowie medizinische Geräte und Hilfsmittel befanden sich darin. Sie waren von Bürgern und Unternehmen aus dem Landkreis Meißen für das ostafrikanische Land gespendet worden. In der Region Mbinga –1200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt – sollten damit eine Computerschule sowie das Krankenhaus Litembo ausgestattet werden.

Doch seit Monaten liegt die Hilfssendung aus Saultitz in der Hauptstadt fest. Die Zollbehörden haben noch keine Freigabe erteilt. Ursache ist bürokratischer Wirrwarr. Denn die Hilfssendung ist zwar zollfrei. Doch bevor diese mit dem Lkw nach Mbinga befördert werden kann, „muss erst das tansanische Finanzministerium eine interne Verrechnung der Fracht an die dortige Zollbehörde vornehmen. Offenbar fehlt dem Ministerium das Geld dafür“, sagt Scholtyssek. Der Vereinsvorsitzende will sich jetzt an die Caritas International wenden, die sich um die Weiterleitung der Fracht kümmert.

In der Region Mbinga wird die Sendung dringend erwartet. Das Krankenhaus in Litembo mit 320 Betten, das für eine halbe Million Tansanier zuständig ist, erhält vom Staat keine regelmäßige Förderung. Viele Anlagen in der Klinik sind verschlissen, das Personal ist unterbezahlt. Die Pflegebetten, Matratzen und Geräte aus Saultitz werden sehr gebraucht.

Raphael Ndunguru ist Verwaltungsleiter der Klinik. Zugleich ist der 39-Jährige, der fließend Deutsch spricht, auch Priester in der Diözese. Im Vorjahr weilte Raphael für einige Wochen in Nossen und hatte die Vertretung im katholischen Pfarramt übernommen. In einem Brief wendet er sich jetzt an die Bürger des Landkreises Meißen, ihm zu helfen. Der Priester: „Unser dringendstes Problem ist die Versorgung unserer Patienten mit Medizin. Die Patienten zahlen für Spritzen, Infusionen und Tabletten. Sehr viele sind aber nicht in der Lage, den gesamten Betrag zu zahlen, und eine große Anzahl von Patienten kann überhaupt nicht zahlen. Da wir ein christlich geführtes Haus sind, wollen wir niemanden unbehandelt wieder wegschicken.“

Raphael Ndunguru bittet um Spenden für das Hospital. Diese sollten auf das Konto des Vereins „Brückenschlag Sachsen-Tansania überwiesen werden. Dieter Hanke

Spenden für das Krankenhaus in Litembo:

Verein Brückenschlag Sachsen-Tansania, Bankverbindung: Sparkasse Meißen; Kontonummer: 3100008722; Bankleitzahl: 85055000; Stichwort: Medizin für Litembo Hospital. Eine Spendenquittung wird der Verein ausstellen.







Gefunden in der Sächsischen Zeitung
am Mittwoch, 27. Oktober 2010

Saultitzer besucht neue Schule in Tansania
Der Verein Brückenschlag baute in Mbinga eine Computer-Werkstatt auf.
Der Saultitzer Hans-Christoph Scholtyssek ist am Montag aus Afrika zurückgekehrt. Sieben Wochen weilte der 1.Vorsitzende des Vereins "Brückenschlag Sachsen-Tansania" im Verwaltungsbezirk Mbinga, 1200 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Daressalam. "Wir haben vieles in die Wege geleitet", sagt der 65-Jährige, der in dem ostafrikanischen Land auch seinen Geburtstag gefeiert hatte.   So sind in der neuen Grundschule in Mbinga, die von der Jugendfeuerwehr Sachsen über Spenden finanziert wird, zwei Klassenräume fertig, wo schon der Unterricht erfolgt. "Vier Klassenzimmer sind im Rohbau-Stadium", sagt Scholtyssek. Er hofft, dass bis zum neuen Schuljahr am 4. Januar ein weiteres Zimmer übergeben werden kann.   Gemeinsam mit dem Würzburger Philipp Merz, der jetzt für ein Jahr an der vom Verein eingerichteten Computerschule einen neuen Kurs für 44 Afrikaner im Alter von 16 bis 24 Jahren leiten wird, baute der Saultitzer eine Computer-Werkstatt auf. "Wir haben fünf Arbeitsplätze geschaffen. Wir wollen den Schülern auch das technische Verständnis für die Anlagen vermitteln und dass auch kleinere Reparaturen selbst ausgeführt werden können", sagt der Saultitzer.   Der 65-Jährige hat schon neue Ideen für weitere Hilfsprojekte. In dem Dorf Mhongozi - 40 Kilometer von Mbinga entfernt - sind die Lebens- und Schulverhältnisse schwierig. "Es gibt nur sechs Klassenräume in Baracken für 540 Kinder", sagt er. Strom sei keiner vorhanden, das Trinkwasser müsse aus drei bis fünf Kilometer entfernten Quellen herantransportiert werden. "Wir denken auch an den Bau eines Kindergartens", sagt er.   Betrüblich ist, dass der vom Verein mit Hilfsgütern beladene Container, der im Juni auf die Reise geschickt wurde, zwar vor Wochen in Daressalam eingetroffen ist, aber von der Regierung noch nicht freigegeben wurde. "Die Hilfslieferung ist zollfrei. Doch es müsse erst noch eine interne Verrechnung des tansanischen Finanzministeriums an die dortige Zollbehörde erfolgen. Das ist noch nicht geschehen", so der Saultitzer. Philipp Merz wird sich jetzt um die Fracht kümmern.   Mit viel Engagement hatte der Verein Brückenschlag Ausrüstungen für 120 Computerarbeitsplätze für die Schule sowie fünf Nähmaschinen, Pflegebetten, Matratzen und medizinische Hilfsmittel für das Krankenhaus in Litembo bereitgestellt. Dieter Hanke

Der Saultitzer sprach bei seinem Aufenthalt in Mbinga auch mit Schülern der zweiten Klasse in der neuen Grundschule. Foto: Merz


Gefunden in der Sächsischen Zeitung (Ausgabe Meißen)
am Donnerstag, 26. August 2010

Piraten verzögern Ankunft der Nossener Hilfsgüter

Bereits Ende Juni hatte der Verein "Brückenschlag" einen Container nach Tansania geschickt. Noch ist er nicht eingetroffen. Bild vergrößern   Hans-Christoph Scholtyssek und Rosa packen Hilfsgüter ein. Foto: C. Hübschmann Die Ankunft des Containers mit Nossener Hilfsgütern war für den 18. August in der tansanischen Hafenstadt Daressalam geplant. Doch die hohe Gefahr, dass der Frachter von somalischen Piraten im Golf von Aden überfallen werden könnte, hatte die Rotterdamer Reederei kurzfristig zu einer Routenänderung veranlasst.   "Momentan liegt der Container in Südafrika, soll aber am 6. September in Tansania eintreffen", sagt Hans-Christoph Scholtyssek. Der erste Vorsitzende des Vereins "Brückenschlag" fügt hinzu: "Er hat sicherlich die große Route über den Atlantik und den Indischen Ozean genommen." Genaueres wisse er nicht. Die Reederei hält sich bedeckt und gibt Details der Reise nicht bekannt. Die Route über den Suez-Kanal und das Rote Meer ist zwar wesentlich kürzer. Häufige Frachterentführungen machen die Seewege um das Horn von Afrika jedoch seit Jahren zu einem unsicheren Gebiet.   Der 64-Jährige Scholtyssek wird am kommenden Dienstag selbst für acht Wochen in das südwesttansanische Mbinga reisen. Er will den Container im Hafen von Daressalam in Empfang nehmen und bei der Einrichtung der geplanten Computerschule und -werkstatt helfen. Der Saultitzer Verein "Brückenschlag", der erst Anfang Mai 2010 gegründet worden war, hatte Hilfsgüter im Wert von 24500 Euro gesammelt. Gebrauchte Rechner für 120 Computerarbeitsplätze, aber auch Drucker, Scanner und anderes Zubehör befinden sich im Container. Außerdem sind medizinische Geräte, Medikamente und Hilfsmittel geladen. Auch der Container selbst wird vor Ort verwertet. "Er kann ausgebaut werden und als Lager oder Schulraum dienen. Unsere Schlosserei wird ihn dort umarbeiten", sagt Scholtyssek.   Viele Sachspenden erhalten   "Die Spendenbereitschaft für Sachspenden ist sehr hoch", so der freiwillige Helfer. Er sammelt weiterhin gebrauchte Computer und Zubehör und ist dankbar über die Hilfsbereitschaft der Nossener. "Aber ich nehme nicht jeden Schrott". Seit Verschickung des ersten Hilfscontainers Mitte Juni sind etliche Schnellkopierer, PCs und Datenkabel gespendet worden. Um auch die Bargeldspenden anzukurbeln, wird sich der Verein mit einer dreitägigen Tombola am Nossener Stadtfest beteiligen. Sechs Jugendliche aus den katholischen Pfarrgemeinden werden Lose für 50 Cent verkaufen. Die Gewinne kann man im Büro des ehemaligen Tourismusvereins in der Waldheimer Straße 19 abholen. Dort werden auch Broschüren und Handzettel über Tansania und die Arbeit des Vereins ausliegen.   Das ostafrikanischen Land gehört zu den ärmsten der Erde. Die Tansanier müssen von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben. Krankheiten wie Malaria und Aids sind weit verbreitet.

Susanne Plecher

Hans-Christoph Scholtyssek und Rosa packen Hilfsgüter ein. Foto: C. Hübschmann











Dresdner Kindergarten spendete Spielsachen

Verein Brückenschlag e.V. sendet Hilfsgüter nach Afrika

Gerade erst hat sich der Verein „Brückenschlag Sachsen -Tanzania e.V." gegründet, schon startet der Verein in dieser Woche sein erstes eigenständiges Projekt: Ein Container mit einem Ladevolumen von 32 Kubikmetern wird von Nossen aus auf die Reise nach Tanzania geschickt. Bereits letzten Mittwoch wurde der Container aufgestellt. Seither wurde eingepackt. Der Inhalt wurde teilweise aus Sachspenden des Landkreises Meißen, der Städte Meißen und Nossen zusammengetragen. Viele Privatpersonen aus dem Sachsenland haben über viele Wochen Computerarbeitsplätze und PC-Komponenten gespendet, um mitzuhelfen, die neu erbaute Computerschule in Mbinga auszustatten.

Der Verein hat sich in seiner Satzung entschieden, die Bildungsarbeit in der Region Mbinga zu stärken, weil dies die beste Entwicklungshilfe für die Zukunft Afrikas sei. Entsprechend wurden über 120 komplette Computerarbeitsplätze, Drucker, Scanner und wichtige Computerbauteile verladen. Für die Kinder in Mbinga wurden Plüschtiere eingepackt, die von der Jugendfeuerwehr Sachsen und Bürgern gespendet wurden. Der Kindergarten „Buddelflink" in Dresden hat mit dem Kindergarten in Mbinga seit drei Jahre regen Kontakt. So trugen die Kindergartenkinder eifrig Spielzeuge, Kinderkleidung, Schulsachen und Geschenke für ihre afrikanischen Freunde zusammen und übergaben dem Vereinsvorsitzenden Hans-Christoph Scholtyssek Ende Mai ihre Spenden.

In dem Container werden auch medizinische Geräte verpackt, die aus Arztpraxen und Krankenhäusern zur Verfügung gestellt wurden. Medikamente und Aufbaumittel, die von Ärzten, Apothekern und Bürgern gespendet wurden, werden im Container sein, außerdem Rollstühle, Gehhilfen und Ausstattungsgegenstände von Matratzen bis hin zu einem Pflegebett für das Krankenhaus Litembo, dem einzigen Krankenhaus der Region für ca. ein halbe Million Menschen.

Zur Finanzierung des Containerversands bittet der Verein um Spenden:
Sparkasse Meißen, BLZ 850 550 00, Konto-Nummer: 3100008722, Stichwort: „Container für Mbinga".

Nossen, 02.06.10


Sachsen gründen Hilfsverein für Tansania am 7. Mai 2010 in Nossen:

Ein Verein namens „Brückenschlag Sachsen - Tanzania e.V." zur Unterstützung der Bildungsarbeit und des Gesundheitswesen in der Region Mbinga im Südwesten der Republik Tansania hat sich am 7. Mai in Nossen gegründet. Die ursprünglich private Initiative "Tansania-Hilfe Nossen" von Hans-Christoph Scholtyssek, Ulrich Tautz und Barbara Tippmann wurde damit in einen Verein überführt. 

Der Verein verfolgt die Ziele, Bildung und Gesundheit in Tanzania verbessern zu helfen. "Es gilt, diese Probleme zumindest in der Region Mbinga zu lindern", so Gründungsmitglied Hans-Christoph Scholtyssek. Der Verein verstehe sich dabei nicht als „Belehrer" deutscher Bildungspolitik, sondern als ein auch Lernender der afrikanischen Kultur und Sitten, die bewahrt und gefördert werden müssten. "Diese Gegenseitigkeit macht es erst möglich, streng nach dem Prinzip der Subsidiarität die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird und dafür zu sorgen, dass sie zur Selbsthilfe für bessere Chancen in Schule, Beruf und Lehre werden", so der erste Vereinsvorsitzende Scholtyssek. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen stehe bei diesen Bemühungen stets im Mittelpunkt. So seien Bildung und Gesundheit die Schüssel für die Entwicklung und Zukunft des Landes.

So habe Tanzania ein Bruttoinlandprodukt von unter 300 Dollar pro Person jährlich. Sie müssten also mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Zum Vergleich - in Deutschland liege das BIP bei 25.000 Dollar pro Person jährlich. "Wir dürfen die fröhlichen und liebenswerten Menschen nicht allein lassen, die sich die Freude an ihrem Leben, trotz aller Not und Armut, nicht nehmen lassen", sagt der engagierte Christ Scholtyssek. "Sie sind noch dann gastfreundlich mit dem Wenigen, was sie haben und teilen das Wasser und ihre Nahrung mit jedem Fremden auch dann noch wenn sie selbst verzichten müssen." Einige der Initiatoren hätten diesen „seelischen Reichtum" vor Ort bereits erfahren. "Ich sage kein Geheimnis; die Begegnung mit diesen Menschen, deren Offenheit und tief empfundene Dankbarkeit macht nicht nur glücklich sondern auch reich und 'süchtig'." 

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gestellt, umfassende Unterstützung in Form von materieller, logistischer und personeller Art auf den Gebieten des Bildungswesen und der Volksgesundheit zu organisieren sowie Starthilfen und Anleitungen zu geben. "Das wird noch viele Jahre brauchen, aber je mehr Menschen sich an den Hilfen beteiligen, umso schneller und effizienter werden sich die Afrikaner ihre Zukunft mit den Hilfe aus Deutschland und unserem Engagement aus Sachsen aufbauen", so Scholtyssek. Der Verein heisst nach dem Gründungsakt: „Brückenschlag Sachsen-Tanzania e.V."


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