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                              Zur Gründungsversammlung des Vereines

                           „Brückenschlag Sachsen - Tanzania e.V.“

Unterstützung der Bildungsarbeit und des Gesundheitswesen in der Region Mbinga im Südwesten der Republik Tansania.

Die private Initiative, Tansania-Hilfe Nossen von Barbara Tippmann, Hans-Christoph Scholtyssek und Ulrich Tautz gehört seit Freitag dem 07.05.2010 der Vergangenheit an. Doch in jedem Ende wohnt bekanntlich ein Neuanfang. So setzten sich an dem Abend des 07. Mai sechzehn engagierte Bürgern aus Nossen und dem ganzen Sachsenland in dem Gründungslokal „Zum Libero“ in Nossen zusammen. Sie gründeten einen öffentlich rechtlichen Verein, der die beiden großen Ziele, Bildung und Gesundheit in einem der ärmsten Länder der Welt, Tanzania in Afrika, effizient und nachhaltig anvisieren wollen und beherzt helfen. Es gilt, diese Probleme zumindest in der Region Mbinga zu lindern. Der Verein versteht sich dabei nicht als „Belehrer“ bester deutscher Bildungspolitik, sondern als ein auch Lernender der afrikanischen Kultur und Sitten, die bewahrt und gefördert werden müssen. Diese Gegenseitigkeit macht es erst möglich, streng nach dem Prinzip der Subsidiarität die Hilfe dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird und dafür zu sorgen, dass sie zur Selbsthilfe für bessere Chancen in Schule, Beruf und Lehre werden. Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen steht bei diesen Bemühungen stets im Mittelpunkt. Bildung und Gesundheit sind die Schüssel für die Entwicklung und Zukunft eines Landes. Das gilt besonders für die meisten Länder Afrikas, wo der Grossteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. So hat Tanzania ein Bruttoinlandprodukt (BIP) von unter
$ 300,00 pro Person jährlich. Sie müssen also mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Zum Vergleich hat Deutschland ein BIP von $ 25 000,00 pro Jahr. Hier erschließt sich auch die Motivation der Gründer des Vereines Brückenschlag Sachsen-Tanzania e.V. und die Antwort auf die Frage, warum es eigentlich Tansania sein muss. Karl Heinz Böhm, berühmter Schauspieler und Gründer der Äthiopien-Hilfe sagte so treffend: „Meine Triebfeder ist die grosse Wut, die ich über die Ungerechtigkeit in dieser Welt empfinde.“ Auch wir nehmen diese Ungerechtigkeit und die erschütternde Armut in diesen von Reichtum und Wohlstand ausgegrenzten Menschen in den Entwicklungsländern mit voller Empörung zur Kenntnis. Wir wollen und können es nicht bei unserer Wut belassen, deswegen sind wir angetreten, um diesen Verein zu gründen und effektiv zu helfen.
„Es ist allemal besser ein Licht aufzustellen, als über die Dunkelheit zu klagen“.
Wir dürfen die fröhlichen und liebenswerten Menschen nicht allein lassen, die sich die Freude an ihrem Leben, trotz aller Not und Armut, nicht nehmen lassen. Sie sind noch dann gastfreundlich mit dem Wenigen, was sie haben und teilen das Wasser und ihre Nahrung mit jedem Fremden auch dann noch wenn sie selbst verzichten müssen. Einige der Initiatoren durften diesen „seelischen Reichtum“ vor Ort bereits erfahren: Ich sage kein Geheimnis; die Begegnung mit diesen Menschen, deren Offenheit und tief empfundene Dankbarkeit macht nicht nur glücklich sondern auch reich und „süchtig“. Aus diesen Gründen gilt es jetzt und heute anzufangen oder dort weiterzumachen, wo andere aufhören mussten, weil bürokratische Hürden in den Weg gestellt wurden.  Es muss umfassende Unterstützung von materieller, logistischer und personeller Art auf den Gebieten des Bildungswesen und der Volksgesundheit organisiert werden und  die notwendigen Starthilfen und Anleitungen gegeben werden, damit die Afrikaner selbst ihren eigenen Transformationsprozess in die Hand nehmen können. Das wird noch viele Jahre brauchen, aber je mehr Menschen sich an den Hilfen beteiligen, umso schneller und effizienter werden sich die Afrikaner ihre Zukunft mit den Hilfe aus Deutschland und unserem Engagement aus Sachsen aufbauen. Der Verein heisst nach dem Gründungsakt: „Brückenschlag Sachsen-Tanzania e.V.“ Dieser Name ist uns Programm und die Verpflichtung, die sich daraus ergibt lautet: „Hilfen gewähren - Verantwortung teilen“ Dieser Leitsatz soll das Fundament des Vereines sein, wie es auch unser Logo zum Ausdruck bringt. Schlagen wir also die „Brücke der Freunde“. Ein Brückenpfeiler steht in Sachsen, der andere Pfeiler wird zukünftig  in der Region Mbinga in Tanzania stehen.   Bleibt uns, denen das Vertrauen der Mitglieder als Vorsitzende zuteil wurde, am Ende allen zuzurufen: Karibuni rafiki - Willkommen Freunde (im Club der Brückenbauer)!
Hans-Christoph Scholtyssek

Einige Bilder von der Gründungsversammlung in Nossen.